Eastbourne, Portsmouth, Brighton, East Croydon

November 30, 2006 at 11:16 (Uncategorized)

da bin ich auch mal wieder!

zunächst: kleiner exkurs in die lehnwörter der englischen sprache aus dem deutschen:

1) „Calm down, do you think that’s some kind of Poltergeist or what?!“ (in ner Sitcom im Fernsehn)

2) „I discovered my wanderlust when I was 16.“ (Gestern in der Bus-Zeitung gesehen)

3) „They were full of schadenfreude“

4) „Hatschi!“ – „Gesundheit!“ (aber eher ‘bless you’)

5) „There is angst all around“ (Zeitung)

6) „People think it is just some kind of ersatz nationalism“

das sind jetzt ja nur ein paar, to waltz, zeitgeist, blitzkrieg, rucksack, kindergarten, Dachshund, eiderdown, noodle, hinterland, kohlrabi, leitmotif, weltanschauung, weltschmerz, dummkopf wären da noch einige andere Exemplare; und das sind noch lange nicht alle!

aber um auch mal noch was von mir zu erzählen: Hab inzwischen meine Essays geschrieben (heute den letzten abgegeben) und die nächste woche wird meine letzte hier sein. Da erwarten mich dann nochmal 2 klausuren (dienstag und donnerstag; und ich bin 1) ein fauler siach und 2) hab ich schiß vor den klausuren, da schon einiges an stoff gefragt ist – schlaumeier würden mir jetzt wahrscheinlich den rat geben zu lernen, aber das ist gar nicht so einfach, wenn die motivation eingebrochen ist).

um noch ein wenig kulturelle aspekte mitzunehmen vor der heimreise, war ich vor kurzem in eastbourne. eigentlich gings mir eher um die landschaft zwischen brighton und eastbourne, man fährt ca 1,5h (im bus, mit studiticket umsonst!! es geschehen noch zeichen und wunder!) die küste entlang gen osten. es offenbaren sich auf der einen seite schroffe kalkfelsen und das meer, auf der anderen schön klischeehafte wiesen mit poppenden schafen, ein extrem mäandrierender fluß, uralte keltische kirchen, wald und und und. war wundervoll. es gibt übrigens bilder ab diesem tag, allerdings nicht digital, hab mir für ein pfund ne einwegkamera zugelegt. bin schon gespannt auf die bilder.

in portsmouth bin ich inzwischen auch gewesen (stichwort spinnacker tower: 5,60 für erwachsene, studenten: 5,40!!! welch schnäppchen!) haben uns danach noch portsmouth angeschaut, wobei es da sooo viel nicht zu sehen gibt. anscheinend soll es ja eine wundervolle stadt sein, aber engländer tendieren dazu moderne, saubere, einkaufsstraßen-und-riesen-einkaufscenter-geprägte städte ohne jegliche atmosphäre als wundervoll zu bezeichnen. brighton ist mir um welten lieber, die stadt hat immerhin charme und ambiente ohne ende!! war vor kurzem nochmal nach der uni auf schnappschuß-tour mit meiner billig-kamera. ich bin ein mieser tourist, ich hass es fotos in der öffentlichkeit zu machen…feeling like a fuckin’ tourist. hab mich aber an manchen stellen überwunden, aber mir schwant, dass ich die schönsten plätze brightons nicht erfasst hab. naja. erinnerungen im kopf sind auch gut ;)

ich freu mich trotz dem abschied aus brighton total auf ende nächste woche: am 8.12. kommt domme rüber, werden am 9.12. tottenham – charlton in london anschaun (!), danach gehts noch paar tage nach east croydon (letzer pubcrawl etc) bevor ich dann am 12.12. gen heimat jette. an dieser stelle sei nochmal ein großer dank an domme ausgesprochen, der einen teil meines (über-)gepäcks in einem koffer, den ich noch kaufen muss (verdammt billig hier, ohne scheiß!) mit nach hause nimmt und mir somit unmengen an strapazen und tortouren abnimmt. (KNUTSCH ;) )kanns mir noch gar nicht vorstellen und bin teilweise recht hin-und-hergerissen, ob ich mich freuen soll, da mir brighton sehr fehlen wird…rückkehr ist gewiß!

dat wars dann erstmal, to be continued…

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kleiner sprach-besonderheitenexkurs der englischen sprache

November 15, 2006 at 9:30 (Uncategorized)

das universelle ‚cheers’:

cheers hier, cheers da, cheers überall: am seltensten hab ich das wort zu seinem eigentlichen zweck gebraucht: als „Prost!“, dafür sagt man jeden tag 1000x cheers. wenn man aus dem bus steigt, wenn einem jemand runtergefallenes geld aufgehoben hat, wenn man sein erdinger an der kasse bezahlt. scheinbar hat cheers ‚thanks’ verdrängt…aber zu höheren tieren (in meinem fall professoren) sagt man dann doch eher ‚thank you’ statt ‚prost’.

die begrüßungsformel:

‚hello’ oder ähnliches sagt niemand. stattdessen meistens ‚how are you’, was sich allerdings eher anhört wie ‚ao(a) ja!’ gern gefolgt von einem ‚awright?’, ‚awright’ kann aber auch alleine stehen und als begrüßung mit integrierter nachfrage nach dem allgemeinen wohlbefinden fungieren. schon ganz nett wenn man in der schlange im supermarkt steht, dann dran kommt und mit der kassiererin ein „ao ja“ austauscht, ohne dass auch nur einer von beiden daran denkt mit „danke, gut, und dir?“ zu antworten. [edit]: hab mir allerdings sagen lassen, dass das ‘how are you’ (sprich: ‘ao ja’) heute mehr zu einem „Hiya“ geworden ist. allerdings tatsächlich von how are you kommt….

pissen gehen

„I have to go for a wee“ in England. wobei ‘wee’ das universelle schottische wort für ‘little’ ist. also: “ich muss mal klein”. die schotten haben praktisch kein ‘little’, man sagt auch ‘wee child’.

noch was: betrifft mich zwar net, aber auch interessant: schotten benutzen statt dem verb ‚to know’ eine form ‚to ken’. „I ken ye“-„I know you“; oder als taq-question: “Aw likes tae huv a good teime, a bit ay enjiymint, ken?” – “All like to have a good time, a bit of enjoyment, you know?”

auch komisch: die verwendung von “to give”: “Timmy gied [gaid] us some books”, also sowas wie im englischen ein regelmäßig konjuguertes verb „give“à“gived“ statt „gave“. erinnert fast schon ans schwäbische „gei mr mol dr horschd an dr abbaraat“

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interkultureller beerfireaustausch

November 8, 2006 at 9:04 (Uncategorized)

sodele. kleines update an die hungrige fangemeinde ;)

letztes wochenende hatte ich ansätze von fieber und erkältung, war schlappig drauf ohne ende (öimelig). und da setzt das englische geheimrezept für aufkeimende erkältungen an: man nehme eine tasse, fülle etwas ribella cranberrysirup rein, gebe einen guten löffel honig dazu, einen schuss milch, ein päckchen „cold and flu relief“ und gieße die brühe mit kochendem wasser auf. was süßeres gibts wahrscheinlich kaum, aber am nächsten tag war das fieber und sämtliche erkältungserscheinungen bekämpft. damit war ich fit genug, um direkt nach der uni ins kino in ‘borat’ zu gehen. die zusammensetzung der truppe war äußerst multikulturell: neben 4 russen ein pakistani, ein jordanier, ein saudi-araber und ne französin. erstmal wurde ne weile über die WM in deutschland gefachsimpelt (alle warn natürlich für das beste team – für UNS). nach dem film warn die reaktionen besonders auffällig: während die russen teile im film verstanden haben (die spache ist eine mixtur aus usbekisch, rumänisch und russisch) und es überaus amüsant fanden, dass die scheiß kasachen ihr fett wegbekommen haben (die kasachin wollte übrigens nicht mitkommen, btw.), war der pakistani doch sehr geschockt darüber, wie rassistisch der film sei und dass man sowas nie im leben veröffentlichen dürfe. nach nem bier in nem pub bin ich heim.

außerdem weiß ich jetzt auch, wo die engländer einkaufen gehen. da ja keine festen grenzen vorhanden sind, fährt man eben durch den ‘chunnel’ nach belgien auf so genannte ‘booze-tours’ und deckt sich dann mit brandy, baileys, zigaretten, schokolade und bier ein. dazu verkündet man vorher, man würde nach frankreich gehen, um sich dann erklären zu lassen, dass man gerade aus belgien nach hause gekommen ist. das gute belgische bier hab ich dann mit maryannes sohn teilweise vorm fernseher vernichtet (übrigens 16 flaschen á 0,25l für 7,50€) und mich mit ihm über england unterhalten. hätte nie gedacht, dass die engländer so ein schlechtes bild von sich selbst haben…

draußen war unterdessen das sog. ‘bonfire’ zugange, so ne art silvester(feuerwerk ÜBERALL), das den höhepunkt in einem kleinen ort namens „lewes“ feiert, grade mal 8km hinter der uni sussex. dort ist dann auch ganz england vertreten, es gibt gefakte hexenverbrennungen und die leute laufen mit brennenden kreuzen rum. drumrum sind 8o.ooo engländer dabei, sich die rüben einzuschlagen und sich gegenseitig abzuziehen (man soll keine wertsachen mitnehmen, sich nur in großen gruppen aufhalten und sich von der masse treiben lassen – man wird quasi bis 6 uhr früh nur rumgeschoben und hat keinen blassen wo man sich gerade befindet. gesetze werden für die feierlichkeiten aus gründen der „unkontrollierbarkeit von massen“ außer kraft gesetzt und polizei bleibt zuhause). das war mir dann doch zu viel action.

das kommende wochenende werd ich mich mal wieder hinter büchern vegraben dürfen. wenns doch nur schon vorbei wär :-/

genug gelabert für heut, bis zum nächsten mal! :)

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Möwen, Bier und Essays

Oktober 27, 2006 at 11:52 (Uncategorized)

jetzt muss ich meinem ärger doch mal noch kurz luft machen (für alle dies noch nicht wissen): die möwen hier, ja? ich fand das bisher ja noch ganz nett, dass da so tiere rumlatschen aufm campus…bis se angefangen ham mich während der vorlesung mit ihrm gekreische zu nerven. aber das jetzt ist ja wohl die höhe: hab mir neulich ne pizza gegönnt, bin damit richtung nächster vorlsung gelaufen, da kam son riesen vieh von hinten angeflogen und hat mir, grade als ich reingebissen hab (!) das ganze stück edler und wohlschmeckender pizza gerippt! dann stand ich da und hatt nix mehr in den händen und war geradezu sprachlos ob solch einer unverschämtheit – warn scheißgefühl. machtlos gegen die pure naturgewalt, fertiggemacht von ner dummen möwe. hab dann noch nen moment zugesehen, wie sich die scheiße dran ergözt hat auf dem stück rumzuhacken, grade mal 3 meter neben mir im gras. und dann hats hier überall großartig aufgestellte schilder „do not feed the seagulls“…die sollten die echt mal lieber füttern, damit die mir nicht mein essen klauen müssen! ich will die teile da überall immobil und vollgefressen rumliegen sehen; ich geh inzwischen sogar soweit, sie zum abschuß freizugeben! miese brut…

das trimester ist inzwischen ordentlich ins rollen gekommen, und zwar so heftig, dass meine wochenend-planungen völlig zugekleistert sind mit aufsätze schreiben, so hatte ich mir das ja eigentlich nicht vorgestellt, aber das ist wohl des studenten leid hier. hab mir dann zur belohnung nach einigen stunden aufsatzarbeit n newcastle brown ale und nen 4er-pack grolsch gekauft und mich damit vorn fernseher geknallt – obwohl der aufsatz noch nicht mal halbfertig ist. aber das wird morgen kommen. schon aufregend herauszufinden, wie die geschichte der wörter „skirt“ und „shirt“ zusammenhängt! und das ist nicht ironisch!
außerdem werd ich morgen, so wies aussieht, mit den kollegen von meinem gast’bruder’ einen heben gehen – ich sei ja angeblich als deutscher eh der bierkenner schlechthin „it’s in your genes, innit?“. eigentlich wollt ich mit ner tschechin und ner spanierin, die hier die gleichen kurse machen wie ich in „the departure“ gehen, aber ich bezweifel eh, dass das klappt, irgendwie häng ich an der uni nur mit verstrebten austauschstudenten rum, die am wochenende lieber lernen.

das wars dann mal wieder von mir! macht’s gut soweit!

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From Croydon back to Kemptown

Oktober 23, 2006 at 2:37 (Uncategorized)

Ich resümier mal kurz die letzte zeit…

letztes wochenende bin ich in east croydon gewesen (der sohn meiner gastmutter: „ooh, watch your wallet!“) – hometown of kate moss und nestlé, londons süden. Hab dort caro besucht, freundin von rebekka, bei der wir vor 2 jahren an silvester waren. Das wochenende war äußerst gechillt, caro ist eine top-gastgeberin, bevor wir saufen gegangen sind, hat sie ne gute grundlage gekocht, allerdings war da was drin, das nicht mehr so frisch war, deswegen sind wir mit bauchschmerzen aufgebrochen. Und – apropos brechen, hab mich dann im pubklo nach meim ersten bier erstmal dem essen entledigt, um dann mit snakebite, nem halben pitcher wodka bull, bier, snakebite und bier und so weiterzumachen. Sind dann in die ‚black sheep bar’ gegangen, n ziemlich cooler club, bei dem man sich allerdings inzwischen erst registrieren muss (mit fingerabdruck, persönlichen daten und foto) bevor man reindarf. Abgesehen von einigen ausrutschern wie limp bizkit und relativ viel drum’n’bass am schluss wars sehr gut da drin. Leider hatt ich am nächsten tag nen ziemlichen hangover. Warn dann mittags mit dem hund und caros freund (der meister im rumsitzen ist btw – er wollte am abend zuvor nicht mit, weil boxen im fernsehn kam; ist aber ein äußerst netter ‚lad’, wenn auch etwas verkifft ;) ) im ghetto-park von east croydon und haben da sogar unter nem busch benutzte spritzen und alufetzen gesehen. Bin Sonntagabend wieder nach hause und war schon fast froh, wieder in brighton zu sein, da kommt man sich echt sicherer vor – auch wenn ich gern noch ne weile bei den beiden und dem hund geblieben wär.

Die woche hat ansonsten keine neuen erkenntnisse gebracht, immerhin weiß ich jetzt, dass es 100 (!!) ba-sprachwissenschaft erstsemester gibt (man vergleiche unser semester mit 35!).

Einen leichten horror hab ich vor dem nächsten monat, ich muss praktisch jede woche einen essay (4 seiten) abgeben und eine präsentation halten. Dumm ist, dass ich nicht vorarbeiten kann, da man erst eine woche vorher rausbekommt, was man genau schreiben soll, also bleibt einem lediglich das wochenende, um den essay zu schreiben…ich hoff das haut alles hin, drückt mir die daumen…I don’t wanna screw it up.

Dieses wochenende waren der gastfrau ihre eltern, ihre schwester und ein neffe zu besuch, war sehr nett, mal so einem englischen ‚familientreffen’ beizuwohnen – allerdings hab ich jetzt versprochen mal nach portsmouth zu gehen, was nicht weiter schlimm ist, da ich das eh vorhatte, wurde allerdings gleich mal mit einem persönlichen stadtführer ausgestattet. Es gab ein edles chicken roast zu essen, mit breadsauce (hammer), würsten (natürlich), gemüse (natürlich) und kartoffeln (natürlich), dann noch eis, kuchen etc…überhaupt bin ich grade noch ziemlich überfüllt…

P.S.: und an die die bock dazu haben: wär auch mal nett was von euch zu hören, ihr habt doch bestimmt auch was zu erzählen, oder? ;)

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sparkler in action

Oktober 12, 2006 at 8:52 (Uncategorized)

hab mal n kleines handy-filmchen gedreht von dem hund…und dabei festgestellt, dass man ihr sogar den befehl geben kann zu rotieren, in dem man bisschen mit der hand wedelt (sieht man am anfang). viel spaß :roll: twist it baby

nebenbei sei noch angemerkt, dass man bei www.ringo.com bilder von hier anschauen kann. man muss sich allerdings erst anmelden und meine bestätigung abwarten :)

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Bestandsaufnahme

Oktober 12, 2006 at 3:56 (Uncategorized)

Da ich jetzt schon von ein paar leuten angesprochen wurde, mal wieder was zu schreiben, leg ich mal los (und beschwert euch nicht, wenns langweilig ist!) ;)

Beruhigende news aus dem hause spitzl:

Heute war n handwerker in der wohnung, der in manchen räumen hier die decke frisch verspachtelt hat, aus einem einfachen grund: die decken wurden, als das haus gebaut wurde, mit einem altmodischen zeug verarbeitet, so dass die gefahr besteht, dass die decke einstürzt. Das musste gerichtet werden, da schon einige risse da oben zu sehen waren. Ein weiteres beispiel für englische misswirtschaft und marode häuser ;) ich fühl mich trotzdem sicher.

Und ich leb mich immer mehr ein hier. Das liegt wahrscheinlich zu einem großen teil daran, dass jetzt die kurse begonnen haben und man genug zu tun hat (oder eher hätte). Die einzelnen kurse hat man bis zu 3x die woche und jedes Mal soll man etwas anderes vorbereitet haben, seien es unmengen an lesestoff, aufgaben, quizzes oder sonst was. Ich find es auf jeden fall sehr interessant zu sehen wie hier an der uni gelehrt wird und wie der stoff aufgebaut ist. Z.B. lernen die studenten hier stoff, der bei uns in der einführung in die linguistik als oberste Priorität und grundlage gleich am anfang behandelt wurde, erst in ihrem 3ten jahr – was mich schon sehr verwundert hat, ich somit aber wertvolle kenntnisse bereits zu hause erworben habe, während in den kursen dinge behandelt werden, die wir in konstanz noch nie behandelt haben und teilweise auch nie behandeln werden. (was für ein mieser satz) jedenfalls ist somit gewährleistet, dass mir das auslandssemester auch akademisch was bringt. Wobei ich mir bei dem „spanish intermediate“-kurs nicht so sicher bin. Ich musste feststellen, dass es hier bereits als intermediate gilt, wenn man nicht mal ahnung von allen zeitformen hat. Der dozent ist auf jeden fall sehr locker, spricht mit seinen 25 jahren schon beachtliche 6 sprachen und will als letzte noch deutsch lernen, da er münchen so liebt. Als deutsche haben wir in dem kurs einen kleinen bonus hab ich so das gefühl.

Sehr verwunderlich auch die motivationsmassnahme in einem anderen seminar: gibt es irgendwelche hausaufgaben oder gruppenarbeit oder präsentationen, die man besonders gut gemacht hat, geht man mit einem vorgedruckten wisch zum professor und holt sich eine unterschrift ab. Die chancen auf eine gute note steigen somit an. (klingt hier gar nicht so doof, in der realität erinnert das aber sehr an kindergarten)

Gestern war ich mal wieder beim lidl und hab mich fürstlich mit nahrung versorgt und abends erstmal nen auflauf gemacht. Doch als der moment kam, bei dem ich die auflaufform in den ofen schieben wollte, wurde mir etwas bange – bisher ist mir der ofen nie aufgefallen, er sieht eher einem safe ähnlich. Als ich dann endlich herausgefunden hab, wie der angeht, haben ziemlich große flammen innen herausgelodert – ein gasofen eben, verstellbar von 0-9, man hat keine ahnung, welcher hitze man sein essen da gerade aussetzt. Zu meiner großen überraschung ist mir ein auflauf noch nie so gut gelungen.

Stark enttäuscht bin ich von der britischen sport-berichterstattung (diesen ärger muss ich doch mal irgendwo loslassen). Es gibt hier etwa 10 sportsender. An einem tag wie dem gestrigen, sollte man erwarten, dass auch das EM-quali-spiel der deutschen irgendwo in wenigstens einer zusammenfassung gewürdigt würde. Daran sollte man besser nicht mal DENKEN. Stattdessen wird wales vs cyprus übertragen (who cares?) und CZ-IRE. Ok. Warten wir die zusammenfassung ab. Zusammenfassung: bilder der spiele von schottland und nordirland, sowie von england und holland. Das wars allerdings. In einem nebensatz wird dann noch erwähnt, dass ballack, schuains-daigör und podolskia tore geschossen haben und die slowaken plattgemacht haben. Nach wie vor hab ich kein einzigen deutschen spieler hier im fernsehen gesehen. Da bin ich doch grad mal dafür, dass ard und zdf in ihren berichterstattungen in zukunft einen großen bogen um die spiele der insulaner machen…grrr.

Das wars dann mal wieder für heut, ich trink jetzt n glas guten solevita o-saft und freu mich aufs wochenende in london bei caro, auf alkohol und die black-sheep-bar.

Adieu!

P.S. @ basti: das war kein witz mit den büchern: ‚das parfum’ hab ich schon gelesen, bin grad bei ‚soloalbum’, danach kommen ‚porno’ und ‚trainspotting’ auf englisch und zwischendurch oliver twist – das muss ich für einen kurs lesen und auf die änderungen der englischen sprache damals im vergleich zu heute achten. Mir fällt da leider nicht das geringste auf :-/

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sparkling machine

Oktober 6, 2006 at 12:09 (Uncategorized)

mein freizeit und privatleben bleibt relativ langweilig. ich gehe eigentlich jeden tag an die uni, frag mich was ich heute essen mag (es gibt hier keine mensa, nur verschiedene – recht teure – restaurants), surfe an diesen hochtechnologisierten pcs, von denen massig vorhanden sind und die wahnsinnig schnell sind, schaue dort auch tagesschau, polylux, tvtotal, frontal21 etc. oft bin ich froh wieder zuhause zu sein, hatte in der letzten zeit viel heckmeck das internet in meinem zimmer auf meinen laptop zu transferieren, was klaeglich fehlgeschlagen ist und ich mich langsam dem schicksal ergebe, dieses monstrum, das den sound einer turbine hat, zu benutzen, um meine mails zuhause per modem zu checken. nebenbei schaue ich ein wenig fernsehen, mache meine besorgungen, esse und lese buecher (!!)

leute kennenzulernen ist fuer mich hier unten in der stadt ziemlich problematisch, da die alle auf dem campus in wohnheimen leben. immerhin hab ich kontakt zu ein paar deutschen, ua einer, der in heidelberg studiert und aus tettnang kommt. in den kursen kenn ich bis auf einen waliser, der mein leid der ‘in-class-participation’ teilt, eigentlich noch niemanden. aber das wird sich geben.

die dumme huendin hat mich inzwischen auch akzeptiert, versucht mich sogar zum spielen zu animieren und will zuneigung von mir. bekommt sie aber nicht, denn sie stinkt ;) ueberhaupt ist mein zimmer das einzige in der wohnung, das nicht nach hund stinkt. eine wahre oase. ansonsten ist sparkler (wurde als welpe von einem feuerwekskoerper getroffen) einfach nur crazy drauf, versucht mehrmals am tag seinen schwanz zu fangen und rotiert dabei mit einem affenzahn im kreis, schlaegt sich ab und zu auch mal den schaedel am moebiliar an. immerhin haben meine erziehungstechniken gefruchtet, die ich mir via vox-hundeerziehungssendung angeeignet hab. hund stets ignorieren, ihm seinen platz wegnehmen, ihn rumschubsen und schon akzeptiert er einen als ranghoeheren.

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wochenresumee

Oktober 6, 2006 at 11:51 (Uncategorized)

ich hatte zuerst vorgehabt etwas ueber england zu schreiben, das die vorurteile und vorstellungen die man so ueber dieses land hat uebern haufen wirft. aber irgendwie hat sich meine ansicht teilweise gewandelt.

england hat in der ersten zeit alles versucht, die vorurteile zu revidieren.

erwaehnenswert ist auf jeden fall, dass das geruecht hier gaebs nur haessliche maedels, mal voll fuern arsch ist. ich bin selbst erstaunt, dass es hier doch ueberdurchschnittlich viele huebsche gibt. auch wenn sie kleidertechnisch alle gleich aussehen (diese extrem trendy enge karottenjeans – frische mode aus london und kate moss-style, wahlweise auch leggins und nen schwarzen minirock mit roten punkten drauf, dazu nen recht weiten pullover…naja) 1:0 fuer england.

das wetter hat bisher sein bestes gegeben und hier wars wirklich erstaunlich sonnig und warm, reinstes t-shirt wetter ende september. doch inzwischen macht das wetter seinem ruf alle ehre, es ist windig, es nieselt oder regnet, es stuermt, es ist grau den ganzen tag.

die hoffnung die ich anfangs noch hatte, soo teuer sei das hier ja auch wieder nicht, hat sich grade mal ins gegenteil umgekehrt. irgendwie wars ja auch so erwartet. fuer ein busticket, mit dem man 3 monate fahren kann, blecht man schlappe 110£ (entspricht 55€/monat). da wuenscht man sich doch irgendwie das konstanzer semesterticket zurueck, mit dem man fuer 34€ im semester ueberall hinkommt. geht man bei lidl einkaufen in der hoffnung gute deutsche ware zu guenstigen preisen zu bekommen, hat man sich derbe geschnitten. zwar hat lidl hier auch den ruf enorm billig zu sein, jedoch zahlt man fuer das selbe paeckchen spaghetti in D 30c und hier 58c. nett. aber so ist das nun mal, ueber geld darf man hier nicht nachdenken, man muss es einfach ausgeben.

was meinen akademischen werdegang hier betrifft, bleibt zu sagen, dass man hier ganz gut rangenommen wird. ich hab meinen stundenplan nun endlich in den haenden. 2 seminare und 2 sprachkurse belege ich hier und haette somit auch schon saemtliche pruefungsordnungsvorraussetzungen von konstanz erfuellt nach einem term. man hat die kurse hier 2x die woche, eines davon ist eine vorlesung, das andere ein seminar. in der vorlesung kommen alle (bis 70) leute zusammen, waehrend in den seminaren in gruppen zu 10-15 personen schoen diskutiert und mitgearbeitet werden darf. man hat eine menge zu lesen und an buechern zu kaufen und man sollte sich wirklich gut vorbereiten, denn es kann immer sein, dass man voellig unverhofft aufgerufen wird und etwas sagen muss. das hasse ich an der uni hier, freue mich jetzt schon auf die gute alte deutsche bewaehrte form der didaktik.

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Cheers Brighton

September 29, 2006 at 4:14 (Uncategorized)

Um mal noch ein paar worte über brighton zu verlieren: die stadt ist wunderbar! Als ich neulich vergeblich nach ner wohnung gesucht hatte, beschloss ich, in der stadt bei der tourist information und schwarzen brettern in der stadt fündig zu werden. Daraus wurde natürlich erstmal wieder nichts, darum hab ich mich dann einfach von der stadt treiben lassen…go with the flow oder so. dabei hab ich einen wahnsinns marsch hingelegt. Mir fehlen fast die worte, die stadt angemessen zu beschreiben, sie bietet einfach alles. Es gibt unmengen von läden aller art in allen strassen, es gibt kleinere straßen und gassen, die von studenten und einer art indie-scene geprägt sind (secondhandläden, plattenläden, kneipen), man hat das meer, das zum flanieren einlädt mit seiner wunderschönen breiten promenade, man hat typische reihenhäuser a la asterix bei den briten, wenige hässliche wohnblocks, pompöse und erhabene wohngegenden am meer, in weiß getaucht, es hat möwen überall – und weberknechte – es gibt strassen, in denen jedes haus anders gefärbt ist und dadurch eine äußerst schnuckelig bunte strasse entsteht, brighton verbindet kleinstadtflair mit dem einer großen stadt, hektik mit ruhe, grün mit bunt und bunt mit rot (nicht mit grau, hier gibt’s ja nur backsteine). Zudem soll es die schwulenhauptstadt europas sein, davon hab ich bisher allerdings nichts bemerkt.Die leute hier sind wie in den meisten teilen englands überaus freundlich und hilfsbereit. Besonders auffällig ist, dass man sich hier beim busfahrer bedankt beim aussteigen. Jeder sagt irgendwas; obs nun ‚cheers’, ‚bye’, ‚thanks’, ‚lovely’, oder sonst was ist, sehr auffällig und sympatisch irgendwie.

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