Eastbourne, Portsmouth, Brighton, East Croydon

November 30, 2006 at 11:16 (Uncategorized)

da bin ich auch mal wieder!

zunächst: kleiner exkurs in die lehnwörter der englischen sprache aus dem deutschen:

1) „Calm down, do you think that’s some kind of Poltergeist or what?!“ (in ner Sitcom im Fernsehn)

2) „I discovered my wanderlust when I was 16.“ (Gestern in der Bus-Zeitung gesehen)

3) „They were full of schadenfreude“

4) „Hatschi!“ – „Gesundheit!“ (aber eher ‘bless you’)

5) „There is angst all around“ (Zeitung)

6) „People think it is just some kind of ersatz nationalism“

das sind jetzt ja nur ein paar, to waltz, zeitgeist, blitzkrieg, rucksack, kindergarten, Dachshund, eiderdown, noodle, hinterland, kohlrabi, leitmotif, weltanschauung, weltschmerz, dummkopf wären da noch einige andere Exemplare; und das sind noch lange nicht alle!

aber um auch mal noch was von mir zu erzählen: Hab inzwischen meine Essays geschrieben (heute den letzten abgegeben) und die nächste woche wird meine letzte hier sein. Da erwarten mich dann nochmal 2 klausuren (dienstag und donnerstag; und ich bin 1) ein fauler siach und 2) hab ich schiß vor den klausuren, da schon einiges an stoff gefragt ist – schlaumeier würden mir jetzt wahrscheinlich den rat geben zu lernen, aber das ist gar nicht so einfach, wenn die motivation eingebrochen ist).

um noch ein wenig kulturelle aspekte mitzunehmen vor der heimreise, war ich vor kurzem in eastbourne. eigentlich gings mir eher um die landschaft zwischen brighton und eastbourne, man fährt ca 1,5h (im bus, mit studiticket umsonst!! es geschehen noch zeichen und wunder!) die küste entlang gen osten. es offenbaren sich auf der einen seite schroffe kalkfelsen und das meer, auf der anderen schön klischeehafte wiesen mit poppenden schafen, ein extrem mäandrierender fluß, uralte keltische kirchen, wald und und und. war wundervoll. es gibt übrigens bilder ab diesem tag, allerdings nicht digital, hab mir für ein pfund ne einwegkamera zugelegt. bin schon gespannt auf die bilder.

in portsmouth bin ich inzwischen auch gewesen (stichwort spinnacker tower: 5,60 für erwachsene, studenten: 5,40!!! welch schnäppchen!) haben uns danach noch portsmouth angeschaut, wobei es da sooo viel nicht zu sehen gibt. anscheinend soll es ja eine wundervolle stadt sein, aber engländer tendieren dazu moderne, saubere, einkaufsstraßen-und-riesen-einkaufscenter-geprägte städte ohne jegliche atmosphäre als wundervoll zu bezeichnen. brighton ist mir um welten lieber, die stadt hat immerhin charme und ambiente ohne ende!! war vor kurzem nochmal nach der uni auf schnappschuß-tour mit meiner billig-kamera. ich bin ein mieser tourist, ich hass es fotos in der öffentlichkeit zu machen…feeling like a fuckin’ tourist. hab mich aber an manchen stellen überwunden, aber mir schwant, dass ich die schönsten plätze brightons nicht erfasst hab. naja. erinnerungen im kopf sind auch gut ;)

ich freu mich trotz dem abschied aus brighton total auf ende nächste woche: am 8.12. kommt domme rüber, werden am 9.12. tottenham – charlton in london anschaun (!), danach gehts noch paar tage nach east croydon (letzer pubcrawl etc) bevor ich dann am 12.12. gen heimat jette. an dieser stelle sei nochmal ein großer dank an domme ausgesprochen, der einen teil meines (über-)gepäcks in einem koffer, den ich noch kaufen muss (verdammt billig hier, ohne scheiß!) mit nach hause nimmt und mir somit unmengen an strapazen und tortouren abnimmt. (KNUTSCH ;) )kanns mir noch gar nicht vorstellen und bin teilweise recht hin-und-hergerissen, ob ich mich freuen soll, da mir brighton sehr fehlen wird…rückkehr ist gewiß!

dat wars dann erstmal, to be continued…

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kleiner sprach-besonderheitenexkurs der englischen sprache

November 15, 2006 at 9:30 (Uncategorized)

das universelle ‚cheers’:

cheers hier, cheers da, cheers überall: am seltensten hab ich das wort zu seinem eigentlichen zweck gebraucht: als „Prost!“, dafür sagt man jeden tag 1000x cheers. wenn man aus dem bus steigt, wenn einem jemand runtergefallenes geld aufgehoben hat, wenn man sein erdinger an der kasse bezahlt. scheinbar hat cheers ‚thanks’ verdrängt…aber zu höheren tieren (in meinem fall professoren) sagt man dann doch eher ‚thank you’ statt ‚prost’.

die begrüßungsformel:

‚hello’ oder ähnliches sagt niemand. stattdessen meistens ‚how are you’, was sich allerdings eher anhört wie ‚ao(a) ja!’ gern gefolgt von einem ‚awright?’, ‚awright’ kann aber auch alleine stehen und als begrüßung mit integrierter nachfrage nach dem allgemeinen wohlbefinden fungieren. schon ganz nett wenn man in der schlange im supermarkt steht, dann dran kommt und mit der kassiererin ein „ao ja“ austauscht, ohne dass auch nur einer von beiden daran denkt mit „danke, gut, und dir?“ zu antworten. [edit]: hab mir allerdings sagen lassen, dass das ‘how are you’ (sprich: ‘ao ja’) heute mehr zu einem „Hiya“ geworden ist. allerdings tatsächlich von how are you kommt….

pissen gehen

„I have to go for a wee“ in England. wobei ‘wee’ das universelle schottische wort für ‘little’ ist. also: “ich muss mal klein”. die schotten haben praktisch kein ‘little’, man sagt auch ‘wee child’.

noch was: betrifft mich zwar net, aber auch interessant: schotten benutzen statt dem verb ‚to know’ eine form ‚to ken’. „I ken ye“-„I know you“; oder als taq-question: “Aw likes tae huv a good teime, a bit ay enjiymint, ken?” – “All like to have a good time, a bit of enjoyment, you know?”

auch komisch: die verwendung von “to give”: “Timmy gied [gaid] us some books”, also sowas wie im englischen ein regelmäßig konjuguertes verb „give“à“gived“ statt „gave“. erinnert fast schon ans schwäbische „gei mr mol dr horschd an dr abbaraat“

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interkultureller beerfireaustausch

November 8, 2006 at 9:04 (Uncategorized)

sodele. kleines update an die hungrige fangemeinde ;)

letztes wochenende hatte ich ansätze von fieber und erkältung, war schlappig drauf ohne ende (öimelig). und da setzt das englische geheimrezept für aufkeimende erkältungen an: man nehme eine tasse, fülle etwas ribella cranberrysirup rein, gebe einen guten löffel honig dazu, einen schuss milch, ein päckchen „cold and flu relief“ und gieße die brühe mit kochendem wasser auf. was süßeres gibts wahrscheinlich kaum, aber am nächsten tag war das fieber und sämtliche erkältungserscheinungen bekämpft. damit war ich fit genug, um direkt nach der uni ins kino in ‘borat’ zu gehen. die zusammensetzung der truppe war äußerst multikulturell: neben 4 russen ein pakistani, ein jordanier, ein saudi-araber und ne französin. erstmal wurde ne weile über die WM in deutschland gefachsimpelt (alle warn natürlich für das beste team – für UNS). nach dem film warn die reaktionen besonders auffällig: während die russen teile im film verstanden haben (die spache ist eine mixtur aus usbekisch, rumänisch und russisch) und es überaus amüsant fanden, dass die scheiß kasachen ihr fett wegbekommen haben (die kasachin wollte übrigens nicht mitkommen, btw.), war der pakistani doch sehr geschockt darüber, wie rassistisch der film sei und dass man sowas nie im leben veröffentlichen dürfe. nach nem bier in nem pub bin ich heim.

außerdem weiß ich jetzt auch, wo die engländer einkaufen gehen. da ja keine festen grenzen vorhanden sind, fährt man eben durch den ‘chunnel’ nach belgien auf so genannte ‘booze-tours’ und deckt sich dann mit brandy, baileys, zigaretten, schokolade und bier ein. dazu verkündet man vorher, man würde nach frankreich gehen, um sich dann erklären zu lassen, dass man gerade aus belgien nach hause gekommen ist. das gute belgische bier hab ich dann mit maryannes sohn teilweise vorm fernseher vernichtet (übrigens 16 flaschen á 0,25l für 7,50€) und mich mit ihm über england unterhalten. hätte nie gedacht, dass die engländer so ein schlechtes bild von sich selbst haben…

draußen war unterdessen das sog. ‘bonfire’ zugange, so ne art silvester(feuerwerk ÜBERALL), das den höhepunkt in einem kleinen ort namens „lewes“ feiert, grade mal 8km hinter der uni sussex. dort ist dann auch ganz england vertreten, es gibt gefakte hexenverbrennungen und die leute laufen mit brennenden kreuzen rum. drumrum sind 8o.ooo engländer dabei, sich die rüben einzuschlagen und sich gegenseitig abzuziehen (man soll keine wertsachen mitnehmen, sich nur in großen gruppen aufhalten und sich von der masse treiben lassen – man wird quasi bis 6 uhr früh nur rumgeschoben und hat keinen blassen wo man sich gerade befindet. gesetze werden für die feierlichkeiten aus gründen der „unkontrollierbarkeit von massen“ außer kraft gesetzt und polizei bleibt zuhause). das war mir dann doch zu viel action.

das kommende wochenende werd ich mich mal wieder hinter büchern vegraben dürfen. wenns doch nur schon vorbei wär :-/

genug gelabert für heut, bis zum nächsten mal! :)

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